EZV: Aussenhandel im Oktober mit Überschuss von 2,7 Mrd CHF

Zürich (awp) - Der Schweizer Aussenhandel hat sich im Oktober uneinheitlich entwickelt. So sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahr arbeitstagsbereinigt um 1,1% (real -6,1%) zu, wogegen die Importe um 6,7% (real +3,7%) anzogen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilt. Gegenüber dem Vormonat reduzierten sich die Exporte um 4,6% (real -4,7%) an, während die Importe saisonbereinigt um 3,1% (real +2,8%) zunahmen. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 2,7 Mrd CHF, nach einem Rekordüberschuss von 4,4 Mrd CHF im Vormonat.
22.11.2016 08:31

Nach den positiven Ergebnissen seit Februar seien die Exporte wieder rückläufig gewesen, so die EZV. Das Plus der chemisch-pharmazeutischen Produkte (nominal +7%) habe dabei den Rückgang noch abgedämpft. Im Minus waren insbesondere die zweitwichtigste Exportbranche Maschinen und Elektronik (-6%) sowie die Luxusgüterbranche Uhren, Bijouterie und Juwelierwaren (-12%). Auch die Exporte von Fahrzeugen fiel wegen der geringeren Flugzeugverkäufe um 23% zurück.

Während die Präzisionsinstrumente stagnierten, erhöhte sich die Ausfuhr von Metallen um 2% und diejenige des Bereichs Textilien, Bekleidung und Schuhe um 19%, was allerdings auf Reexporte nach Deutschland zurückzuführen ist.

Auf der Importseite registrierten zehn von zwölf Warengruppen Steigerungen. Die chemisch-pharmazeutischen Produkte führten das Feld mit einem nominalen Plus von 19% an, gefolgt von den Bereichen Textilien, Bekleidung und Schuhe (+16%) und Bijouterie und Juwelierwaren (+7%). Klar rückläufig waren dagegen die Importe von Energieträgern (-12%).

cf/rw

(AWP)