In Frankreich legt Teuerungsrate wie erwartet zu - Konsumausgaben fallen

PARIS (awp international) - Die Inflationsrate in Frankreich hat im Juli wie erwartet zugelegt. Der für europäische Zwecke erhobene Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im Jahresvergleich um 0,4 Prozent, teilte das Statistikamt Insee am Freitag laut einer ersten Schätzung mit. Im Juni hatte die Rate noch bei 0,3 Prozent gelegen. Volkswirte hatten mit der Entwicklung gerechnet. Zum Vormonat fielen die Verbraucherpreise im Juli um 0,4 Prozent. Auch dies war erwartet worden.
29.07.2016 09:29

Dämpfend wirken sich nach wie vor geringere Energiepreise aus. Allerdings hat dieser Einfluss in den vergangenen Monaten nachgelassen. Die Ölpreise waren in den vergangenen Monaten im Trend gestiegen. Sie liegen jedoch weiter deutlich unter dem Niveau vom Vorjahr.

In Deutschland war laut Daten vom Vortag im Juli eine vergleichbare Entwicklung zu beobachten. Für die gesamte Eurozone werden Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise an diesem Freitag um 11.00 Uhr veröffentlicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für die gesamte Eurozone auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an.

Gleichzeitig veröffentlichte Insee enttäuschende Zahlen zum privaten Konsum in Frankreich. Die Konsumausgaben fielen im Juni um 0,8 Prozent zum Vormonat. Erwartet worden war hingegen ein Anstieg um 0,2 Prozent./jsl/jkr/fbr

(AWP)