G20 will Kampf gegen Stahl-Überkapazitäten aufnehmen

HANGZHOU (awp international) - China hat sich im Kreis der G20-Staaten der Forderung des Westens angeschlossen, gegen Überkapazitäten im Stahlsektor und anderen Industriezweigen vorzugehen. Eine künstliche Überproduktion und andere strukturelle Probleme hätte "negative Auswirkung auf Handel und Arbeitsplätze verursacht", heisst es im Entwurf der Abschlusserklärung des G20-Gipfels im ostchinesischen Hangzhou, der der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag.
05.09.2016 07:58

Darin verpflichten sich die Staaten, "wirksame Massnahmen zu ergreifen, um die Herausforderungen zu bewältigen". Besonders China, der Gastgebern des diesjährigen G20-Treffens, stand zuletzt wegen seiner gewaltigen Überkapazitäten international schwer in der Kritik.

Praktisch alle wichtigen Industriezweige in China betreiben derzeit im eigenen Land deutlich mehr Fabriken als ökonomisch in der andauernden Konjunkturflaute notwendig. Europa, die USA und auch Japan werfen der zweitgrössten Volkswirtschaft vor, Stahl und andere Waren zu Dumping-Preisen zu exportieren, um die Überkapazitäten im eigenen Land abzubauen./jpt/DP/stb

(AWP)