Gästezahlen der Schweizer Seilbahnen im Januar dank Wetterglück erholt

(Meldung ergänzt) - Der Januar hat sich deutlich winterlicher als noch der Dezember gezeigt: Schneefälle und Sonne in den Bergen haben den Pistenbetrieb angekurbelt. So konnten die Schweizer Seilbahnen den schwachen Saisonstart grösstenteils aufholen.
07.02.2017 15:34

Per Ende Januar liegt die aktuelle Wintersaison mit 3,1% mehr Gästen und 3,2% mehr Transportumsatz über der Vorjahresperiode, wie Seilbahnen Schweiz (SBS) am Dienstag mitteilte. Dank der Schneefälle der letzten Tage herrschten nun auf die Sportferienzeit hin winterliche Bedingungen in den Bergen, schreibt der Verband.

BERNER OBERLAND LEIDET AM STÄRKSTEN

Das grösste Gäste-Plus verzeichnete das Tessin - allerdings bedingt durch den späten Saisonstart im Vorjahr. Dort stiegen die Ersteintritte um knapp 98%. Gefolgt wird das Tessin von den Regionen Graubünden (+8,8%) und der Ostschweiz (+6,2%), wo die Wintersportorte vergleichsweise hoch gelegen sind.

Einzig das Berner Oberland machte den massiven Gästeeinbruch im Dezember noch nicht wett. Besonders mittelgrosse Unternehmen in mittleren Höhenlagen mussten im Dezember teils massive Einbussen hinnehmen. Das Berner Oberland hat viele solche Betriebe. Das Minus reduzierte sich aber von 30,5 auf 6,5%. Die Waadtländer und Freiburger Alpen holten das Minus in etwa auf. Somit entsprechen die Gästezahlen in etwa dem Vorjahresniveau (-0,3%).

AKTUELLE SAISON BLEIBT UNTER 5-JAHRESSCHNITT

Weil die Zahlen aber vor Jahresfrist ausgesprochen tief ausfielen, ist das gesamtschweizerische Plus gemäss SBS-Präsident Dominique de Buman zu relativieren. Dies verdeutlicht auch der Vergleich mit dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Die aktuelle Wintersaison ist sowohl bei den Gästezahlen (-12%) als auch beim Transportumsatz (-8,9%) unterdurchschnittlich.

Dennoch seien die neuesten Zahlen ermutigend. Im Dezember sah es nämlich noch ganz anders aus. Der Transportumsatz der Bahnen fiel vom Saisonstart bis Ende Dezember um 4% tiefer aus als vor Jahresfrist. Die Gästezahlen lagen sogar fast 13% hinter dem Vorjahr zurück. Dass der Umsatz nicht deutlich stärker eingebrochen ist als die Gästezahlen, dürfte vor allem den Verkäufen von Saisonabonnements zu verdanken sein.

Matchentscheidend sei nun vor allem das Wetter an den kommenden paar Wochenenden, so Buman weiter. Mit etwas Glück liege nach fünf Minus-Wintern in Folge endlich wieder ein Plus drin.

(AWP)