Geldmenge in der Eurozone wächst schwächer

Die Geldmenge im Euroraum ist im April wieder etwas schwächer gewachsen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Montag erhöhte sich die breit gefasste Geldmenge M3 zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent. Im Vormonat war die Rate mit 5,3 Prozent auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2009 gestiegen. Analysten hatten einen leichten Rückgang auf 5,2 Prozent erwartet.
29.05.2017 10:29

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 beschleunigte sich dagegen leicht von 9,1 Prozent im März auf 9,2 Prozent. M1 gilt aufgrund seines hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als guter Konjunkturindikator.

Die Kreditvergabe stagnierte auf vergleichsweise verhaltenem Niveau. An privaten Haushalte wurden 2,4 Prozent mehr Kredite vergeben als vor einem Jahr. Dies entspricht dem Zuwachs im Vormonat. Die Kreditvergabe an Unternehmen ausserhalb des Finanzsektors beschleunigte sich leicht von 2,3 auf 2,4 Prozent./bgf/jkr/fbr

(AWP)