Geldmenge in der Eurozone wächst wieder stärker

Die Geldmenge im Euroraum ist im August wieder stärker gewachsen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch mitteilte, erhöhte sich die breit gefasste Geldmenge M3 zum Vorjahresmonat um 5,0 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate lediglich 4,5 Prozent betragen. Analysten hatten aktuell ein wesentlich schwächeres Wachstum von 4,6 Prozent erwartet.
27.09.2017 10:26

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 beschleunigte sich von 9,1 Prozent im Jahresvergleich auf 9,5 Prozent. M1 gilt aufgrund seines hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als guter Konjunkturindikator.

Die Kreditvergabe an private Haushalte stieg im August wie im Vormonat um 2,7 Prozent im Jahresvergleich. Die Kreditvergabe an Unternehmen ausserhalb des Finanzsektors wuchs um 2,5 Prozent im Jahresvergleich, nach 2,4 Prozent im Vormonat. Die lange Zeit sehr schwache Kreditvergabe wächst seit einiger Zeit wieder etwas stärker. An die hohen Wachstumsraten aus der Zeit vor der Euro-Krise reicht die aktuelle Entwicklung aber nicht heran./bgf/jkr/jha/

(AWP)