Geldmenge in Eurozone wächst wesentlich schwächer

Die Geldmenge im Euroraum ist im August wesentlich schwächer gewachsen als im Juli. Die breit gefasste Geldmenge M3 erhöhte sich zum Vorjahresmonat um 3,5 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Das ist die schwächste Rate seit November 2014. Analysten hatten mit einem Zuwachs um 3,9 Prozent gerechnet.
27.09.2018 10:29

Im Vormonat hatte die Geldmenge noch um 4,0 Prozent zugelegt. Im Trend schwächt sich die Entwicklung seit etwa einem Jahr ab. Zuvor war die Geldmenge mit Raten von teils mehr als 5 Prozent gewachsen.

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 ging ebenfalls deutlich zurück. Es fiel von 6,9 auf 6,4 Prozent. M1 gilt aufgrund seines hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als Konjunkturindikator.

Die Kreditvergabe zeichnete ein anderes Bild. Sowohl an private Haushalte als auch an Unternehmen wurden mehr Kredite als im Vormonat vergeben. Die Kreditvergabe an Verbraucher stieg um 3,1 Prozent, nach 3,0 Prozent im Vormonat. Die Ausleihungen an Unternehmen ausserhalb des Finanzsektors stiegen um 4,2 Prozent nach 4,0 Prozent im Juli./bgf/tos/fba

(AWP)