Globaler Seehandel 2016 trotz gedämpfter Nachfrage im Aufschwung

Der weltweite Handel über die Seewege hat sich 2016 wieder etwas erholt. Er verzeichnete gemäss der UNO ein Plus von 2,6 Prozent. Für die nächsten fünf Jahren prognostiziert die UNO dem Seetransport sogar ein Wachstum von durchschnittlich 3,2 Prozent.
25.10.2017 20:10

2016 wurden auf dem Seeweg Waren im Umfang von 10,3 Milliarden Tonnen transportiert, wie die UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) am Mittwoch mitteilte. Gleichzeitig ist im vergangenen Jahr die Transportkapazität aller Schiffe um 3,2 Prozent auf 1,85 Milliarden Tonnen angewachsen.

Zusammen mit der lauen Nachfrage sorgt das in der Schifffahrt für tiefe Frachttaxen und schlechte Geschäftsabschlüsse der Reedereien. 2016 war dabei vor allem im Geschäft mit Containerfracht ein sehr schwieriges Jahr. Gemäss der UNO-Organisation hat die Branche im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Dollar verloren.

Die Situation verbessern könnte eine Konsolidierung der Branche. Doch gemäss UNCTAD steige damit die Gefahr weiter, dass sich Oligopole bildeten. Bereits heute seien in den meisten Schwellenländern nur noch höchstens drei Anbieter aktiv.

Die UNCTAD fordert darum die örtlichen Behörden auf, die Situation genau im Auge zu behalten. Diese Konsolidierung erhöhe zudem auch den Druck auf die Häfen, die bereits durch die immer grösser werdenden Schiffe gefordert sind.

Die UNCTAD stellt zudem fest, dass auch bei der inländischen Seefracht sich Oligopole oder sogar Monopole gebildet haben. Die UNO-Organisation schlägt zur Bekämpfung dieser Handelshemmnisse Gesetzesänderungen vor, die es auch internationalen Handelsorganisationen erlaubt, inländische Seefracht zu transportieren.

(AWP)