Handelsstreit mit USA könnte China laut Studie bei Technologien schaden

Der Handelsstreit mit den USA könnte China auf dessen Weg zum Technologie-Vorreiter mittel- bis langfristig massiv schaden. Dauerhaft höhere Zölle und andere Hindernisse könnten den Technologietransfer ausbremsen und die Produktivität beeinträchtigen, teilte die Ratingagentur Standard & Poor's am Donnerstag in Singapur mit. Ferner könnten sich auch Auswirkungen auf das Wachstumspotenzial der kommenden fünf bis zehn Jahre ergeben. Damit wäre auch Pekings selbst gesetztes Ziel "Made in China 2025" in Gefahr. Die bisherigen Strafzölle seien aber noch klein und überschaubar.
18.10.2018 16:17

Die Experten gehen davon aus, dass chinesische Firmen durch die Investitionsrestriktionen daran gehindert werden könnten, ausländische Technologien zu kaufen, um sie selbst zu nutzen oder in die Heimat einzuführen. Obwohl das Reich der Mitte auch eigene Innovationen vorweisen könne, sei es weiterhin in einigen Bereichen wie etwa Halbleitern auf ausländische Technologien angewiesen.

Peking will mit der Strategie "Made in China 2025" innerhalb eines Jahrzehnts marktführende Unternehmen in Sektoren wie Informationstechnologie, Elektroautos oder Pharmaprodukte hervorbringen. Mit dem Image des Billig-Produktionslandes soll Schluss sein. Stattdessen träumt die Volksrepublik von einer Vorreiterposition als Erzeuger profitabler Technologien./ngu/bgf/jha/

(AWP)