HEV-Umfrage: Hohe Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern - Sinkende Büropreise

Zürich (awp) - In der Schweiz erwarten Immobilienexperten im Jahr 2017 weiterhin stabile Preise für Einfamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen, wogegen sich die hohe Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern fortsetzen dürfte. Zu diesem Schluss kommt der Hauseigentümerverband Schweiz (HEV) anhand einer am Freitag veröffentlichten Umfrage. Für Büro- und Geschäftsliegenschaften dürfte das Marktumfeld schwierig bleiben.
25.11.2016 11:50

In der Umfrage gaben 47% bzw. 46% der Befragten an, dass sie für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen eine konstante Preisentwicklung erwarten. Mit steigenden Preisen rechnen immerhin 23% bzw. 21% und eine rückläufige Entwicklung erwarten 27% bzw. 29%. In den Regionen gebe es allerdings unterschiedliche Entwicklungen, so die Mitteilung ohne aber weiter darauf einzugehen.

Derweil scheint die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern ungebrochen: Nachdem im laufenden Jahr 70% der Umfrageteilnehmer steigende oder stark steigende Preise beobachteten, gehen für 2017 immer noch über die Hälfte von einem Preisanstieg aus. Angesichts der hohen Preise, die für Renditeobjekte bezahlt würden, sei es nicht erstaunlich, dass die erzielten Renditen seit Jahren sinken, so der HEV weiter.

Nach wie vor pessimistisch sind die Einschätzungen im Bereich der Büro- und Geschäftsliegenschaften. 65% der Befragten meldeten für 2016 eine rückläufige Nachfrage nach Flächen in diesem Segment und für das kommende Jahr rechnen gar 76% mit rückläufigen oder stark rückläufigen Preisen. Sogar für Liegenschaften an grossstädtischen Zentrumslagen erwartet mehr als die Hälfte der Befragten sinkende Preise.

Die Umfrage hat der HEV bei über 230 Experten aus der Immobilienbranchen durchgeführt. Ausserdem sei die Datenbasis durch die Zusammenarbeit mit der Fédération Romande Immobilière (FRI) in der Westschweiz verbessert und durch eine Befragung auf regionaler Ebene bei über 700 Personen durch die Firma Fahrländer Partner ergänzt worden.

mk/ys

(AWP)