IfW erwartet in Deutschland 'Aufschwung auf breiter Basis'

In Deutschland stehen die Ampeln für die Wirtschaft nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) weiter auf grün. Der Aufschwung gehe auf "breiter Basis" und mit "reichlich Schwung" in sein fünftes Jahr, hiess es in der am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturprognose des Kieler Forschungsinstituts. Die Forscher erkennen treibende Kräfte beim Konsum, bei den Exporten und den Investitionen. Sie lassen die deutsche Wirtschaft "nach und nach in die Hochkonjunktur driften".
09.03.2017 11:01

Allerdings gehen die IfW-Forscher davon aus, dass die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im laufenden Jahr mit 1,7 Prozent etwas unter dem Vorjahreswert zurückbleiben dürfte. Dies sei mit den vielen Feiertagen zu erklären, die 2017 auf einen Werktag fallen. 2018 dürfte sich das Wachstum dann auf 2,0 Prozent verstärken.

Der Konsum der deutschen Verbraucher dürfte ausserdem im laufenden Jahr mit 1,6 Prozent nicht mehr so stark wie bisher wachsen. Als Grund nannten die Experten den jüngsten Anstieg der Energiepreise. Kräftig aufwärts soll es dagegen mit den Exporten geben. "Die Ausfuhren werden im Prognosezeitraum mit 3,7 Prozent im laufenden und knapp 5 Prozent im kommenden Jahr deutlich zulegen", hiess es.

Sorgen bereiten den IfW-Experten allerdings die zahlreichen politischen Risiken. "Die politischen Unsicherheiten rund um den Globus bleiben beträchtlich", hiess es. Die Gefahr eines Handelskriegs zwischen der EU und den USA schätzen die Kieler Forscher aber als eher gering ein.

Infolge der starken Konjunktur sei auch mit einer steigenden Inflation zu rechnen. "Die Inflation dürfte in diesem und im kommenden Jahr deutlich höher sein als bislang", schreiben die Forscher. Eine zunehmende Anspannung der Produktionskapazitäten dürfte sich stärker bemerkbar machen. Die Experten rechnen in diesem und im kommenden Jahr mit einer Inflation von jeweils 1,8 Prozent./jkr/bgf/jha/

(AWP)