IfW senkt Wachstumsprognose für Deutschland wegen Brexit-Votum

KIEL (awp international) - Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr gesenkt. Wie das IfW am Donnerstag mitteilte, sei 2017 mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung (BIP) um 1,7 Prozent zu rechnen. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als bisher angenommen. Für das laufende Jahr wurde die Prognose dagegen bei 1,9 Prozent belassen. Für 2018 rechnet das Institut mit einer Beschleunigung des Wachstums auf 2,1 Prozent.
08.09.2016 11:02

Als Grund für seine weniger optimistische Prognose für 2017 nennt das IfW unter anderem die Entscheidung der Briten von Ende Juni, die Europäische Union verlassen zu wollen. "Das Brexit-Votum dämpft auch hierzulande etwas, aber es würgt die Konjunktur nicht ab", sagte Stefan Kooths, Leiter des IfW-Prognosezentrums. "Bis zum Jahr 2018 dürfte dieser Effekt das Bruttoinlandsprodukt um gut 0,5 Prozent schmälern." Im kommenden Jahr dämpfe zudem die deutlich geringere Anzahl von Arbeitstagen die Entwicklung./bgf/jsl/fbr

(AWP)