Immobilienmarkt laut Moneypark Real Estate Risk Index 2017 stabil und gesund

Der Immobilienmarkt präsentiert sich laut einer Untersuchung auch anfangs 2017 stabil und gesund. Der Real Estate Risk Index (RERI) von Moneypark sei auch im vierten Quartal 2016 bei 3,3 Punkten verharrt, heisst es in einer Mitteilung der Beratungsplattform für Finanzprodukte vom Mittwoch.
15.02.2017 08:25

Insgesamt sehen die Experten keine erhöhten Risiken im Markt: Die Arbeitslosigkeit stagniere für Schweizer Verhältnisse zwar auf hohen 3,3%. Die Verschuldung der Haushalte nehme jedoch weiter ab und erreiche einen neuen Tiefstand. Die intakte wirtschaftliche Aussicht und insbesondere der starke Anstieg des Einkaufsmanager-Index relativierten die vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit.

Trotz höherer Leerstände und sinkender Mieten seien Immobilien also nach wie vor im Vergleich zu anderen Anlageklassen äusserst attraktiv - nicht nur für institutionelle Anleger, sondern gerade auch für private Immobilienkäufer, heisst es weiter. "Von Überhitzungstendenzen ist nichts zu spüren weder preisseitig noch bei der Vergabe von Krediten."

Gleichzeitig würden neue Anbieter, dank nach wie vor attraktiver Margen im Hypothekargeschäft, den Markt aufmischen, und das Anbieterfeld noch heterogener machen. Somit würden auch die Unterschiede zwischen den günstigsten und den teuersten Anbietern wieder ansteigen. Kunden können so auf mehr Anbieter zurückgreifen und ihre Verhandlungsmacht für eine günstige Finanzierung nutzen, wie es heisst.

Im Schlussquartal 2016 stiegen die Zinsunterschiede laut Moneypark zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter leicht an und erreichen 68 Basispunkte. Dies sei nicht zuletzt Markteintritten von Pensionskassen, Versicherungen und Anlagestiftungen geschuldet, die mittlerweile Banken nicht mehr nur bei langen Laufzeiten unterbieten würden, sondern auch bei kürzeren Laufzeiten Konkurrenz machten.

Der MoneyPark Real Estate Risk Index setzt sich aus insgesamt sechs Subindizes zusammen, die makroökonomische Faktoren wie Arbeitslosenquoten oder den Einkaufsmanager-Index berücksichtigen sowie spezifische Daten zur Kreditvergabe und zum Zinsmarkt. Der Index rangiert von 1 bis 6, wobei mit steigender Zahl das Risiko auf dem Markt zunimmt.

ys/cf

(AWP)