Industrie und Bau steigern sich im zweiten Quartal markant

(Meldung ausgebaut) - Die Wirtschaft in der Schweiz läuft auf Hochtouren. Das zeigen auch die jüngsten Daten zur Produktion in der Industrie und auf dem Bau im zweiten Quartal: Die Gesamtproduktion nahm um 7,6 Prozent zu, nachdem bereits in den Vorquartalen ähnliche Wachstumsraten verzeichnet worden waren.
23.08.2018 11:30

Der Umsatz in Franken in den beiden Branchen wuchs in der Berichtsperiode um 8,3 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Dabei legte die Industrie mit 9,2 Prozent aber deutlich stärker zu als der Bau mit 4,7 Prozent.

Swissmem: So erwartet

In der Industrie zog die Produktion im Quartal um 8,3 Prozent an. "Die Zahlen bestätigen unsere Erwartungen der vergangenen Monate", sagte Ivo Zimmermann, Sprecher des Verbandes für die Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie Swissmem.

Als Treiber machte Zimmermann insbesondere die Konjunkturentwicklung in den wichtigsten Exportmärkten aus. Die bessere Wechselkurssituation mit einem im Durchschnitt höher bewerteten Euro zum Franken helfe hier zusätzlich. Das sorge auch bei den Margen für eine Entspannung.

Ökonom: Es gibt auch Wolken

UBS-Ökonom Alessandro Bee sieht die Daten des sekundären Sektors als gutes Zeichen für die Konjunkturentwicklung in der Schweiz insgesamt. "Das Wachstum ist immer noch gut", sagte der Volkswirt. Für die Industrie macht auch er insbesondere die Konjunktur in der Eurozone als Wachstumstreiber aus.

"Hier gibt es aber auch ein paar Wolken am Himmel", warnte Bee zugleich. Die Unsicherheiten für die Industrie hätten zuletzt mit Blick auf den Handelsstreit und den Eurokurs zugenommen.

In der Bauindustrie rechnet Bee für die Zukunft mit einer Verlangsamung. Die steigende Leerstandquote und die Zahl der Baugesuche würden dies andeuten. "Es stellt sich die Frage, ob wir den Schwung aus dem ersten Halbjahr ins zweite Semester mitnehmen können."

yr/ra

(AWP)