Inflation in der Eurozone bleibt wie erwartet schwach

In der Eurozone bleibt die Inflation schwach. Sie hat auch im September deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) verharrt. Wie im Vormonat habe der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 1,5 Prozent gelegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mit. Eurostat bestätigte damit wie von Volkswirten erwartet eine erste Erhebung.
17.10.2017 11:00

Die Kerninflation, die Energie und Lebensmittel ausklammert, fiel ebenfalls wie erwartet schwach aus. Sie lag im September laut der zweiten Schätzung bei 1,1 Prozent. Experten hatte hier ebenfalls eine Bestätigung der ersten Erhebung erwartet.

Sowohl die Gesamtinflation als auch die Kernteuerung liegen damit deutlich unter dem anvisierten Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent. Weil die EZB dieses Ziel über einen längeren Zeitraum nicht mehr erreicht hat, hat sie ihre Geldpolitik extrem gelockert.

Teurer als ein Jahr zuvor war im September vor allem Energie (plus 3,9 Prozent). Dienstleistungen wie Mieten waren in der Eurozone 1,5 Prozent teurer, für Lebens- und Genussmittel mussten im Schnitt 1,9 Prozent mehr gezahlt werden als vor einem Jahr. Auch hier wurden die ersten Schätzungen jeweils bestätigt./jkr/jsl/men

(AWP)