Irische Zentralbank erwartet etwas weniger Wachstum

Dublin (awp/sda/reu) - Die irische Wirtschaft wird dieses Jahr nach Einschätzung der Notenbank nicht ganz so stark wachsen wie zunächst gedacht. Sie veranschlagte am Donnerstag für das Bruttoinlandprodukt (BIP) einen Zuwachs von 4,5 Prozent und nahm damit eine frühere Prognose zurück, die noch ein Plus von 4,9 Prozent vorsah.
06.10.2016 13:18

Als Gründe nannte die Zentralbank der Insel ein schwächer als erwartetes Anziehen der Exporte und der Binnenkonjunktur. Sollte die Prognose zutreffen, wäre Irland wahrscheinlich dennoch weiterhin die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft in der Europäischen Union.

Ihre Vorhersage für 2017 hielt die Notenbank trotz der voraussichtlich im kommenden Jahr startenden EU-Austrittsverhandlungen des Nachbarlandes Grossbritannien aufrecht.

Sie veranschlagt für Irland weiterhin ein BIP-Plus von 3,6 Prozent: "Die anfänglichen Sorgen wegen der Folgen des Brexit für die britische Wirtschaft sind in den vergangenen Monaten einer weniger pessimistischen Bewertung gewichen", sagte Zentralbank-Chefökonom Gabriel Fagan.

(AWP)