Italiens Wirtschaft wächst doppelt so stark wie erwartet

Die italienische Wirtschaft ist im ersten Quartal überraschend kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) legte von Januar bis März um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu.
01.06.2017 10:22

Das Statistikamt Istat korrigierte damit am Donnerstag die ursprüngliche Schätzung von 0,2 Prozent merklich nach oben. Ende 2016 hatte es zu einem Plus von 0,3 Prozent gereicht.

In der Eurozone insgesamt fiel das Plus mit 0,5 Prozent noch etwas grösser aus. Getragen wurde das Wachstum in Italien vor allem von kauffreudigen Konsumenten, während Aussenhandel und Investitionen bremsten.

Mit dem unerwartet guten Jahresauftakt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung von Ministerpräsident Paolo Gentiloni 2017 ihr Wachstumsziel von 1,1 Prozent erreichen kann. "Italien dürfte in diesem Jahr eine der geringsten Wachstumsraten der Euro-Länder ausweisen", warnte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner dennoch vor Euphorie.

"Vor allem die Unternehmensinvestitionen dümpeln vor sich hin." Diese würden unter anderem gehemmt durch die hohe Verschuldung und die ungelösten Probleme im Bankensektor, die die Kreditvergabe zusätzlich erschwerten.

(AWP)