IWF-Chefin erhofft sich von G20-Treffen Impuls zur Zusammenarbeit

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) erhofft sich von dem Treffen der G20-Staaten an diesem Wochenende ermutigende Signale. "Ich hoffe, dass alle den Raum verlassen mit einem erneuerten Sinn für die Notwendigkeit zur Kooperation", sagte Christine Lagarde am Donnerstag in Frankfurt. Die Weltwirtschaft sieht Lagarde auf einem guten Weg. Neben den Schwellenländern hätten zuletzt auch die Industrieländer für positive Impulse gesorgt.
16.03.2017 18:38

Potentielle Risiken sieht Lagarde allerdings aufgrund der angekündigten wirtschaftlichen Abschottung in den USA. Hinzu kämen Probleme im europäischen Bankensektor und der Aufstieg des Populismus. Letzterer sei unter anderem auch auf gestiegene Ungleichheiten in den jeweiligen Gesellschaften zurückzuführen. "Wir müssen uns daher stärker auf diejenigen konzentrieren, die abgehängt werden." Hierzu müssten die Privatwirtschaft, die Staaten und die Wissenschaft gemeinsam an einem Strang ziehen. Lagarde warnte ausserdem davor, "gute Arbeit" bei der Bankenregulierung zu revidieren. Auf diesem Gebiet seien zuletzt grosse Fortschritte gemacht worden.

An diesem Freitag und Samstag (17./18. März) werden die Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in Baden-Baden zusammenkommen, um gemeinsame Linien in der Finanz-, Steuer- und Handelspolitik auszuloten./tos/jsl/fbr

(AWP)

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