IWF-Führung berät über wirtschaftliche Situation Griechenland

Die Führungsspitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat am Montag in Washington ihre Beratungen zur wirtschaftlichen Situation Griechenlands aufgenommen. Es handele sich um eine routinemässige jährliche Bestandsaufnahme für alle Mitgliedsländer, sagte ein IWF-Sprecher am Montag. Es gehe bei den Gesprächen nicht um die noch offene künftige Beteiligung des IWF an Rettungsmassnahmen für Griechenland.
06.02.2017 20:58

Die Experten des IWF sehen die Schuldenlage Griechenlands kritischer als die Bundesregierung und die europäischen Institutionen. Vor allem längerfristig könnte dies kritisch werden. Der IWF verlangt deswegen Schuldenerleichterungen für das Krisenland. Solange dies nicht ausreichend gewährleistet ist, beteiligt sich der Fonds nur beratend an dem dritten Hilfsprogramm im Umfang von 86 Milliarden Euro.

Sollte der IWF aus der Griechenland-Hilfe aussteigen, müsste der Bundestag auch neu über die deutsche Beteiligung abstimmen. Eine Mehrheit dafür gilt im Wahljahr 2017 als fraglich./dm/DP/he

(AWP)