IWF hebt Wachstumsprognose für China erneut an

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für China zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit angehoben. Wie der IWF am Mittwoch anlässlich eines regelmässigen Länderberichts mitteilte, rechnet er mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 6,7 Prozent in diesem Jahr. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr, als bislang angenommen. Die bisherige Prognose stammt aus dem Weltkonjunkturausblick des IWF vom April. Seinerzeit hatte er seine damalige Prognose ebenfalls leicht angehoben.
14.06.2017 09:17

IWF-Vizechef David Lipton forderte China dazu auf, das höhere Wachstumstempo zur Umsetzung von Wirtschaftsreformen zu nutzen. Zwar seien einige Kurzfristrisiken nicht mehr so hoch. Allerdings bestünden nach wie vor Stabilitätsgefahren in der mittelfristigen Perspektive, die durch Wirtschaftsreformen reduziert werden könnten. Nicht nur der IWF, auch viele andere Beobachter halten China seit längerem vor, den vor einigen Jahren eingeschlagenen Reformkurs zugunsten der Stabilisierung der schwächeren Konjunktur zu vernachlässigen./bgf/jha/

(AWP)