IWH korrigiert Prognose für Ost-Wirtschaftswachstum nach unten

Das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) Halle hat seine Wachstumsprognose für die ostdeutsche Wirtschaft nach unten korrigiert. Die Experten sagen für dieses Jahr ein Plus von 1,5 Prozent voraus, im kommenden Jahr liegt der Zuwachs bei 1,4 Prozent. Das geht aus der aktuellen Konjunkturprognose hervor, die das IWH am Donnerstag veröffentlichte. Im Frühsommer hatten die Forscher noch ein Wachstum der ostdeutschen Wirtschaft von 1,7 Prozent in diesem und 1,5 Prozent im nächsten Jahr vorhergesagt. Damit dürfte der Osten erneut deutlich hinter der Bundesentwicklung zurückbleiben.
06.09.2018 13:36

Für ganz Deutschland hob das IWH seine Prognose im Vergleich zum vorherigen Quartal um jeweils 0,1 Punkt an. Für dieses Jahr sei damit mit einem Plus von 1,8 Prozent zu rechnen, im kommenden Jahr betrage die Rate 1,7 Prozent. Das wären geringere Zuwächse als im Vorjahr.

Als Grund dafür nannte das IWH die Stagnation des Welthandels und die schwächere Konjunktur im Euroraum. Die Vielzahl an Handelskonflikten sei nur ein Risikofaktor für den deutschen Wachstumskurs, hiess es. Auch ein möglicherweise ungeordneter EU-Austritt der Briten im kommenden Frühjahr und Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des italienischen Staates bergen Gefahren./hnl/DP/mis

(AWP)