Japan: Verbraucherpreise entwickeln sich weiter schwach

TOKIO (awp international) - In Japan kommt die Entwicklung der Verbraucherpreise trotz einer extrem lockeren Geldpolitik nicht in Fahrt. Im November seien die Preise für Konsumgüter ohne frische Lebensmittel im Jahresvergleich um 0,4 Prozent gesunken, teilte die Regierung am Dienstag in Tokio mit. Es war der neunte Rückgang in Folge - er fiel zudem etwas stärker aus als Volkswirte erwartet hatten.
27.12.2016 09:14

Insgesamt legten die Verbraucherpreise im November hingegen wie erwartet um 0,5 Prozent im Jahresvergleich zu. Die Notenbank orientiert sich jedoch an der Abgrenzung ohne frische Lebensmittel. Die japanische Notenbank versucht seit geraumer Zeit mit einer extrem lockeren Geldpolitik gegen die sinkenden Verbraucherpreise vorzugehen. Das angestrebte Inflationsziel von plus zwei Prozent musste bislang immer weiter in die Zukunft verschoben werden.

Auch im Grossraum Tokio - wo bereits die Daten für Dezember vorliegen - blieb die Preisentwicklung hinter den Erwartungen zurück. Die Preise für Konsumgüter ohne frische Lebensmittel fielen um 0,6 Prozent. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang um 0,4 Prozent. Insgesamt stagnierten die Verbraucherpreise im Grossraum Tokio. Hier war ein Anstieg von 0,4 Prozent erwartet worden. Die Daten für den Grossraum Tokio gelten aus richtungsweisend für das gesamte Land.

Zudem sind auch die Ausgaben der privaten Haushalte im November im Jahresvergleich überraschend und deutlich gefallen. Sie fielen um 1,5 Prozent. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,1 Prozent. Die schwache Nachfrage dämpft auch die Preisentwicklung. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,0 Prozent im Vormonat auf 3,1 Prozent im November./jsl/jkr/zb

(AWP)