Japanische Notenbank verschafft sich mehr Spielraum

TOKIO (awp international) - Die japanische Notenbank (BoJ) will die Wirtschaft weiter so schnell wie möglich ankurbeln. Um die Renditen bei den Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten nicht noch weiter absacken zu lassen, wollen die Währungshüter dabei aber flexibler werden. Aus diesem Grund solle der Spielraum bei der Ausweitung der Geldmenge steigen, teilte die japanische Notenbank am Mittwoch in Tokio mit.
21.09.2016 07:17

Generell soll diese weiter um jährlich 80 Billionen Yen (rund 700 Milliarden Euro) steigen. Dabei will die BoJ aber nicht mehr starr an dieser Marke festhalten, sondern kurzfristig auch flexibel sein. Den Leitzins liess die Bank unverändert bei minus 0,1 Prozent.

Damit will die Notenbank vor allem die Zinskurven der verschiedenen Laufzeiten besser im Griff behalten. Dies könnte bedeuten, dass die Zentralbank künftig mehr Geld über die Aktien- statt über die Anleihenmärkte in die Volkswirtschaft pumpen muss.

An den Finanzmärkten waren die Reaktionen daher eindeutig. Der Aktienindex Nikkei 225 und der Topix zogen an, während die Kurse von Anleihen leicht zurückgingen. So stieg die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen erstmals seit März wieder auf null Prozent an. Der Japanische Yen verlor etwas an Wert./zb/tos/stk

(AWP)