Japans Notenbank-Chef zu weiteren Konjunkturhilfen bereit

Washington (awp/sda/reu) - Im Kampf gegen die Konjunkturflaute hat Japans Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda seine Bereitschaft für weitere Lockerung der Geldpolitik bekräftigt.
09.10.2016 09:14

Sollten externe Schockwellen die japanische Wirtschaft bedrohen, würden bei Bedarf die Negativzinsen verschärft oder das milliardenschwere Anleihenkaufprogramm ausgebaut, sagte Kuroda am Samstag am Rande der IWF-Jahrestagung in Washington.

Dank einer moderaten Erholung sei aber derzeit kein weiterer Stimulus für die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt nötig. Japan steckt seit Jahrzehnten in einer Wirtschaftskrise. Um gegenzusteuern, hat die Regierung ein riesiges Konjunkturpaket geschnürt. Die Notenbank unterstützt es mit einer sehr lockeren Geldpolitik.

So hat die Bank von Japan Anfang des Jahres den Finanzinstituten auf ihre laufenden Konten bei der Zentralbank eine Gebühr von 0,1 Prozent aufgebrummt, um das Horten von Geld unattraktiv zu machen.

Der Strafzins soll helfen, mehr Kredite auszureichen und so die lahmende Konjunktur anzukurbeln sowie für Preisauftrieb zu sorgen und die Gefahr einer Deflation - eines für die Wirtschaft schädlichen Preisverfalls auf breiter Front - zu bannen.

(AWP)