Keine neuen Höhenflüge bei der Schweizer Baukonjunktur

Für die Schweizer Bauwirtschaft zeichnet sich ein schwächeres Quartal ab. Der Schweizer Bauindex, der ein Frühindikator für die Umsatzentwicklung im laufenden Quartal ist, sinkt im vierten Jahresviertel um 2 auf 145 Punkte. Die erwarteten saisonbereinigten Umsätze des Bauhauptgewerbes liegen damit 1% unter dem Niveau des Vorquartals.
22.11.2017 09:43

Dieser leichte Rückgang ist auf den Tiefbau zurückzuführen (-3,3%), während der Hochbauindex um 1,4% zulegt, wie die Credit Suisse (CS) am Mittwoch mitteilt. Die Grossbank erhebt den Index zusammen mit dem Schweizerischen Baumeisterverband vierteljährlich.

Insgesamt dürften die Umsätze des Bauhauptgewerbes im aktuellen Jahr gegenüber dem Vorjahr leicht höher zu liegen kommen, heisst es weiter. Im Vergleich zur Vorjahresperiode resultiert im vierten Quartal denn auch ein Plus von einem Indexpunkt.

Die Signale für die weitere Entwicklung seien aber uneinheitlich: Einerseits dürfte der erwartete Anstieg des BIP-Wachstums 2018 die Baukonjunktur stützen, andererseits erhöhe eine positive konjunkturelle Entwicklung die Chance, dass die Schweizerische Nationalbank einen ersten Zinsschritt nach oben vornimmt.

Vor allem beim Wohnungsbau, der sich zunehmend von der Nachfrage der Mieter entkoppelt hat, könnte dies laut den Experten der CS zu Korrekturen führen. Die gut gefüllte Auftragspipeline lege aber nahe, dass eine solche nicht vor 2019 zu Buche schlagen werde.

Weniger zinssensitiv dürfte die stark von der öffentlichen Hand geprägte Nachfrage des Tiefbaus reagieren. Insgesamt bleiben damit die Aussichten für 2018 laut CS intakt.

kw/cf

(AWP)