KMU-Einkaufsmanagerindex im Juni lässt Hoffnung aufkommen

Bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) keimt nach den Einschnitten durch die Corona-Pandemie so etwas wie Hoffnung auf. Durch die Lockerungen des Lockdowns schätzen sie ihre Geschäftslage im Juni deutlich besser ein als im Vormonat. Der entsprechende Einkaufsmanager-Index (KMU PMI von Raiffeisen) verbesserte sich auf 53,3 Punkte nach 37,4 Punkten im Mai. Das ist der erste Anstieg seit der Coronakrise und in diesem Jahr.
01.07.2020 10:45

Dieser Anstieg bedeute allerdings nicht, dass die Krise bereits ausgestanden sei, heisst es in der Mitteilung von Raiffeisen vom Mittwoch. Denn die bisherigen Ausfälle seien gross und die Aussichten unsicher.

Zudem bremsten die weiter geltenden Einschränkungen und die Zurückhaltung der Kunden die Geschäftstätigkeit nach wie vor. Dennoch ist auch die Subkomponente Auftragsbestand mit 55,7 Punkten über die Schwelle von 50 Punkten gestiegen.

Für alle Unternehmen in der Schweiz ist die Stimmung zweigeteilt. Wie der PMI der Credit Suisse vom heutigen Mittwoch zeigt, setzt der Dienstleistungssektor mit 49,1 Punkten nach 36,2 Zählern im Mai zu einer Erholungsjagd an. In der Industrie sind die Unternehmen allerdings noch vorsichtig - hier sank der Index auf 41,9 von 42,1 Punkten.

dm/uh

(AWP)