KOF-Konjunkturbarometer im Januar tiefer bei 101,7 Punkten

Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich hat unerwartet nachgegeben, liegt aber weiter über dem langfristigen Mittelwert. Es sank im Januar 2017 um 0,4 Punkte auf 101,7 Zähler, wobei der Vormonatswert um 0,1 auf 102,1 nach unten revidiert wurde.
30.01.2017 09:34

Der ausgewiesene Wert liegt damit unter den Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für das Barometer einen Stand zwischen 102,4 bis 105,2 Punkten prognostiziert.

Positive Beiträge zum Barometer im Januar kamen aus dem Bau- und dem Exportsektor, schreibt die Forschungsstelle. Negativ beigetragen hätten die Indikatoren aus dem Finanzsektor, dem inländischen Konsum und insbesondere aus der Gastwirtschaft. Die Indikatoren aus dem Verarbeitenden Gewerbe neutralisierten sich in ihrer Wirkung grösstenteils.

Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes habe es allerdings unterschiedliche Entwicklungen gegeben. Positive Tendenzen kamen aus der Chemie und der Metallbranche. Negativ zu Buche schlug hingegen die Textilbranche. Die restlichen Branchen vermittelten im Januar kombiniert ein neutrales Bild, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Insbesondere die Wettbewerbsposition habe sich im Verarbeitenden Gewerbe verbessert. Gleichzeitig verschlechterte sich allerdings die Beurteilung der Ertragslage.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es ist ein Sammelindikator, der sich aus 272 Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

yr/cp

(AWP)