KOF-Konjunkturumfrage zeigt leichte Schwäche im Juli - Geschäftslage aber "gut"

Der von der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich berechnete Geschäftslageindikator der Schweizer Privat-Unternehmen hat im Juli leicht nachgegeben. Da der Indikator zuvor aber sechs Mal in Folge gestiegen ist, präsentiere sich die Geschäftslage "insgesamt als gut", schreibt die KOF in einer Mitteilung vom Montag. Seit Jahresbeginn habe sich die schwierige Situation der Schweizer Unternehmen jedenfalls deutlich entspannt.
07.08.2017 10:30

Die Unternehmen blickten zudem auch auf die weitere Geschäftsentwicklung zuversichtlicher als zu Jahresbeginn, so dass sich die Schweizer Wirtschaft "im Vorwärtsgang" befinde.

ENTWICKLUNG NACH WIRTSCHAFTSBEREICHEN

Nach Wirtschaftsbereichen differenziert entwickelte sich die Geschäftslage im Juli sehr unterschiedlich. Grösster Gewinner ist laut KOF das Gastgewerbe, das spürbar aufatme. Auch der Grosshandel meldet eine deutlich verbesserte Lage. Im Baugewerbe, im Projektierungsbereich und im Verarbeitenden Gewerbe veränderte sich die Geschäftslage im Juli derweil kaum.

Über eine leichte Eintrübung, aber dennoch eine weiterhin gute Geschäftslage haben laut KOF die Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie die übrigen Dienstleister berichtet. Dagegen bekunden die Detailhändler weiterhin Mühe, aus dem Tal herauszukommen, und berichten wieder über eine ungünstigere Geschäftslage.

GESCHÄFTSLAGE NACH REGIONEN

Regional betrachtet entwickelte sich die Geschäftslage in den BFS-Grossregionen ebenfalls uneinheitlich. Während etwa die Geschäftslage im Tessin etwas aufholen konnte, fiel sie den Angaben zufolge in der Genferseeregion zurück. Ein Plus ergibt sich zudem im Espace Mittelland und in der Ostschweiz, ein Minus dagegen in der Region Zürich und in der Zentralschweiz. In der Nordwestschweiz blieb die Geschäftslage unverändert.

In die Ergebnisse der aktuellen Umfrage sind laut KOF die Antworten von mehr als 4'500 Unternehmen aus der Industrie, dem Baugewerbe und den wichtigsten Dienstleistungsbereichen eingeflossen (Rücklaufquote der Umfrage 56%).

uh/rw

(AWP)