KOF senkt BIP-Prognosen für 2016 und 2017 leicht auf +1,4% und +1,6%

Zürich (awp) - Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich ist in Bezug auf ihre Wachstumserwartungen für die Schweiz im laufenden und das kommende Jahr etwas pessimistischer geworden. Sie senkt ihre BIP-Wachstum für 2016 auf 1,4% von 1,6% und für 2017 auf 1,6% von 1,8%. Für 2018 wird unverändert ein Wachstum von 1,9% vorhergesagt, wie die KOF am Donnerstag mitteilt.
15.12.2016 09:30

Die Wachstumsimpulse für die Schweizer Wirtschaft blieben schwach, heisst es zur Begründung. Insbesondere entwickle sich der private Konsum zurückhaltend, und die Exportwirtschaft finde nicht zur alten Stärke zurück.

Die Entwicklung beim privaten Konsum werde dabei von der schwachen Lohnentwicklung beschränkt, heisst es weiter. Die Exportentwicklung dürfte in laut der KOF in den nächsten Quartalen wegen des nach wie vor schwierigen Umfelds für die Schweizer Industrie bei den Waren flach bleiben.

Trotz hoher Liquidität seien zudem die Anlageinvestitionen im Inland eher schwach, schreiben die Experten weiter. Dies werde auch in der nächsten Zeit so bleiben. Insbesondere werden von den Bauinvestitionen kaum Impulse erwartet.

Die Beschäftigungsentwicklung ist laut den Experten mässig. Da aber die Zuwanderung abnehme, bleibe die Arbeitslosenquote im laufenden und kommenden Jahr gleichwohl mit 3,3% annähernd stabil.

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten beeinflusst laut KOF den globalen Konjunkturausblick und erhöht die Prognoseunsicherheit. "Denn derzeit ist unklar, inwieweit Trump seine Wahlversprechen - fiskalische Impulse durch Infrastrukturprogramme und Steuersenkungen sowie ein stärkerer Protektionismus - umsetzen kann und will", heisst es in der Mitteilung weiter.

rw/uh

(AWP)