Konsumentenpreise sinken im August leicht - Jahresteuerung bei -0,1%

(Ausführliche Fassung, korrigiert im zweiten Abschnitt August statt Juli)
06.09.2016 11:30

Neuenburg (awp) - Die Preise für Konsumgüter sind im August dank günstigeren Flugreisen und Erdölprodukten im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken, die Jahresinflation bleibt damit noch knapp im Minus.

Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) sank im Berichtsmonat gegenüber dem Vormonat um 0,1% auf den Stand von 100,2 Punkten. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung damit noch -0,1%. Die ausgewiesenen Werte liegen im Rahmen der Erwartungen: Von AWP befragten Ökonomen hatten für den Monatswert -0,1% bis 0,0% und für den Jahreswert -0,2% bis 0,0% geschätzt.

Hauptgrund für den Rückgang im Vergleich zum Vormonat seien tiefere Preise für stationäre Behandlungen in Spitälern, Pauschalreisen, Flugtickets, Benzin, Diesel und Heizöl, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mit. Auch für Autos mussten die Konsumenten weniger hinblättern. Ohne Erdölprodukte und Gesundheitspflege wäre das Preisniveau unverändert geblieben.

Dagegen wurden Hotelübernachtungen, Bekleidung und Schuhe teurer. Beim Preisanstieg für Bekleidung spielte eine Rolle, dass im August erstmals die Ausverkäufe der Sommermode nicht mehr erhoben wurden. Das neue Sortiment für Herbst- und Wintermode habe sich preissteigernd ausgewirkt, hiess es denn auch auf Anfrage beim BFS. Deutlich zogen auch die Preise für Teigwaren und Kaffee in Läden an. Hier seien nach dem Ende von Aktionen die Preise wieder auf übliches Niveau zurückgekehrt. Ebenfalls verteuerten sich Kalbfleisch, Steinobst sowie Frucht- und Gemüsesäfte.

IMPORT-GÜTER WEITER BILLIGER

Die Preise der Inlandgüter sanken gegenüber dem Vormonat um 0,1% und blieben im Jahresvergleich unverändert. Für die Importpreise lag das Minus im Vormonatsvergleich bei 0,2% und im Vorjahresvergleich bei 0,5%.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, blieb sowohl gegenüber dem Vormonat wie auch gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert.

BALD WIEDER POSITIVE INFLATIONSRATEN?

Nachdem die hiesige Inflationsrate im Anschluss an die Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 massiv ins Negative gefallen war, nähert sie sich nun langsam wieder dem positiven Bereich an. Im Juli lag die Rate bei -0,2%, davor waren es mehrere Monate lang -0,4%. Die tiefsten Jahres-Raten waren in den Monaten August bis November 2015 mit jeweils -1,4% erzielt worden.

uh/rw

(AWP)