Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich im Januar deutlich verbessert

Die Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich zu Beginn des neuen Jahres deutlich aufgehellt. Gemäss der jüngsten, quartalsweise durchgeführten Umfrage stieg der Konsumentenstimmungs-Index im Januar gegenüber Oktober um 10 auf -3 Punkte.
07.02.2017 08:15

Der Index liegt damit auf dem höchsten Stand seit Juli 2014 und zeigt nach sechs unterdurchschnittlichen Quartalen wieder ein überdurchschnittliches Konsumklima an. Der langjährige Mittelwert liegt bei -9 Punkten, teilte das das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mit.

Viele (Teil-)Indizes der Januar-Umfrage lägen über dem langfristigen Schnitt oder hätten sich merklich in dessen Richtung entwickelt, was die positive Tendenz bestätige, die sich bereits in der letzten Umfrage (Oktober) bei der erwarteten Wirtschaftsentwicklung angedeutet hatte, so das Seco.

DREI VON VIER TEILINDICES DEUTLICH BESSER

Unter den Teilindices wird die erwartete Wirtschaftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten gemäss Seco deutlich besser beurteilt als noch im Oktober. Der entsprechende Teilindex stieg auf +14 von -6 (langjähriger Mittelwert -10). Der Teilindex zur erwarteten Arbeitslosigkeit hat sich ebenfalls verbessert (Rückgang auf 48 von 58 Punkten). Die Konsumenten beurteilten die Arbeitsmarktaussichten somit nicht mehr als pessimistisch, sondern als durchschnittlich (langjähriger Mittelwert: 51 Punkte), so die Mitteilung.

Auch die Frage zur erwarteten finanziellen Lage wurde von den Haushalten optimistischer beantwortet. Der entsprechende Teilindex stieg auf 0 von -6 Punkten und liegt damit nahe am langfristigen Durchschnitt von 2 Punkten. Nur unwesentlich verändert habe sich demgegenüber die Wahrscheinlichkeit, in den kommenden 12 Monaten Geld zu sparen. Dieser Teilindex stieg gemäss den Angaben marginal auf 21 von 17 Punkten im Oktober, was dem langfristigen Durchschnitt entspreche.

Des Weiteren sind laut Seco aktuell überdurchschnittlich viele Haushalte der Ansicht, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für grössere Anschaffungen ist. Der entsprechende Index ist auf +4 von -2 Punkten gestiegen (langjähriger Mittelwert -6 Punkte). Die Einschätzung der vergangenen Wirtschaftsentwicklung habe sich ebenfalls verbessert (-9 Punkte im Januar gegenüber -18 Punkten im Oktober).

Die vergangene Entwicklung der Arbeitsplatzsicherheit wird ausserdem weniger pessimistisch eingeschätzt (Anstieg auf -66 von -80 Punkten), sei im Gegensatz zu den Arbeitsmarktaussichten aber noch unterdurchschnittlich, heisst es. Praktisch unverändert präsentieren sich derweil die Indizes zur vergangenen und erwarteten Preisentwicklung.

uh/ra

(AWP)