Krisengebeutelter Automarkt in Russland auf Erholungskurs

Nach langer Krise ist der russische Automarkt 2017 auf Erholungskurs. Der Absatz habe zwischen Januar und September um fast elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt, teilte die Vereinigung Europäischer Unternehmen (AEB) am Montag in Moskau mit. Allein im September verkauften die Hersteller in Russland demnach knapp 18 Prozent mehr Neuwagen als noch vor einem Jahr.
09.10.2017 16:08

AEB-Auto-Experte Jörg Schreiber sprach von einer kontinuierlichen Erholung des seit Jahren kriselnden Marktes. Er gehe davon aus, dass sich der positive Trend fortsetzen werde. Insgesamt rechnet er mit rund 1,58 Millionen verkauften Fahrzeugen in diesem Jahr. Dies entspräche einem Plus von 10,8 Prozent im Vergleich zu 2016.

Russland galt bei internationalen Produzenten lange als Hoffnungs- und Wachstumsmarkt. Doch zwischen 2012 und 2016 brach der Absatz um rund 50 Prozent ein. Zu den Gründen zählen niedrige Ölpreise und der Kursverfall des Rubels. Viele Russen mussten sparen. Dennoch weiteten gerade deutsche Hersteller ihr Engagement in Russland zuletzt aus. Der Stuttgarter Daimler-Konzern etwa legte im Juni den Grundstein für ein Werk in der Nähe von Moskau./tjk/DP/men

(AWP)