Lagarde kritisiert USA: Freien Handel nicht zurückfahren

IWF-Chefin Christine Lagarde hat zur Eröffnung der Jahrestagung von Weltwährungsfonds und Weltbank erneut die Wirtschaftspolitik der USA indirekt kritisiert. Der freie Welthandel habe in den vergangenen Jahrzehnten zu Wachstum und Wohlstand geführt, sagte Lagarde am Donnerstag in Washington. "Wir müssen das sichern", forderte die Französin an der IWF-Spitze. Die Politik von US-Präsident Donald Trump sieht Einschränkungen beim Freihandel vor, zuletzt verhängten die USA Strafzölle gegen Flugzeugimporte des Nachbarn Kanada.
12.10.2017 17:45

Viele der Massnahmen, die zur Reparatur der Volkswirtschaften nötig seien, seien grenzübergreifend, sagte Lagarde. Sie nannte den Kampf gegen Korruption und gegen die Folgen des Klimawandels als Beispiele. Auch hier hat die Administration von Trump komplett andere Vorstellungen, zuletzt wurden die Errungenschaften der Energiepolitik von Barack Obama in Frage gestellt.

Lagarde und andere führende IWF-Manager, darunter Chefvolkswirt Maurice Obstfeld, hatten bereits in den vergangenen Tagen die Trump-Politik scharf kritisiert, ohne den Namen des US-Präsidenten auszusprechen. Die Steuerpläne des Weissen Hauses seien wenig fundiert, Steuerkürzungen, die sich aus sich selbst heraus gegenfinanzierten, eher selten. Das Weisse Haus kritisierte den IWF. Der Fonds würde die Pläne der USA torpedieren./dm/sl/DP/nas

(AWP)