Leistungsbilanz der Eurozone mit geringerem Überschuss

Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im März gesunken. Er fiel saisonbereinigt von 36,8 Milliarden Euro im Vormonat auf 32,0 Milliarden Euro, wie die Europäischen Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte. Unbereinigt stieg der Überschuss von 24,2 Milliarden Euro auf 40,6 Milliarden Euro.
18.05.2018 11:38

Der geringere Überschuss in der primären Einkommensbilanz und ein gestiegenes Defizit in der sekundären Einkommensbilanz belasteten die Gesamtbilanz. Unter den Sekundäreinkommen werden regelmässige Zahlungen verstanden, denen keine erkennbare Leistung der anderen Seite gegenübersteht. Hierzu zählt beispielsweise die Entwicklungshilfe oder Zahlungen an internationale Organisationen. Der Überschuss im Handel mit Waren- und Dienstleistungen weitete sich jedoch aus.

Hohe Überschüsse im internationalen Handel werden von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump als "unfair" kritisiert. Sie hat deshalb gegen zahlreiche Länder Schutzzölle auf Stahl und Aluminium erhoben, von denen die EU bis Anfang Juni ausgenommen wurde.

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(AWP)