Lettischer Notenbankchef kommt wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht

Im Fall des in eine Korruptionsaffäre verstrickten lettischen Zentralbankchefs Ilmars Rimsevics wird Anfang November die Gerichtsverhandlung beginnen. Die Sitzung soll öffentlich stattfinden, sagte eine Sprecherin der Gerichtsverwaltung am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Riga.
08.10.2019 12:57

Der oberste Währungshüter des baltischen Euro-Landes war Anfang 2018 wegen Korruptionsverdachts vorübergehend festgenommen worden und musste sein Amt niederlegen. Ende Februar nahm er seine Arbeit wieder auf, nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) das von der lettischen Justiz verhängte Amtsausübungsverbot widerrufen hatte.

Rimsevics, der auch dem Rat der Europäischen Zentralbank angehört, wird die Annahme von Bestechungsgeldern und Geldwäsche vorgeworfen. Der Notenbankchef soll nach Angaben der lettischen Staatsanwaltschaft eine bezahlte Urlaubsreise und 250 000 Euro angenommen haben. Rimsevics bestreitet die Vorwürfe und sieht sich als Opfer eines Komplotts lettischer Geschäftsbanken. Rücktrittsforderungen lehnte er bisher ab. Sein Mandat endet im Dezember./awe/DP/jha

(AWP)