Logiernächte in der Schweiz sinken 2016 leicht - Sanfter Aufschwung in 2017

(Meldung ergänzt um weitere Details und den Ausblick von Schweiz Tourismus) - Die Schweizer Hotelbetriebe haben im Dezember 2016 insgesamt 2,4 Mio Logiernächte verzeichnet, was gegenüber dem entsprechenden Vorjahrsmonat einer Abnahme um 0,8% bzw. 19'000 Übernachtungen entspricht. Im Gesamtjahr 2016 wurde ein Minus von 0,3% auf insgesamt 35,5 Mio Logiernächte verzeichnet.
21.02.2017 13:39

Die inländischen Gäste generierten im Dezember 1,1 Mio Logiernächte, was eine Abnahme von 2,3% bedeutet. Dagegen nahmen die Übernachtungen von ausländischen Gästen im Dezember um 0,6% auf 1,3 Mio zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Mit Blick auf das Gesamtjahr präsentiert sich das Bild umgekehrt. Die inländische Gesamtnachfrage legte um 1,2% auf 16,2 Mio Logiernächte zu, während die ausländische Nachfrage um 1,5% auf 19,3 Mio abnahm.

Bei den ausländischen Besuchern ging 2016 vor allem die Anazahl asiatischer Gäste deutlich zurück, und zwar um 3,4% oder 160'000 Logiernächte. Der Rückgang der Gäste aus Europa setzte sich auch im vergangenen Jahr fort, allerdings war die Abnahme mit 1,5% oder -172'000 Logiernächten weniger markant als in den Vorjahren, schreibt das BFS. Demgegenüber nahm die Nachfrage aus den Golfstaaten um 30'000 (+3,2%) und aus Amerika um 68'000 (+2,8%) zu.

FÜR 2017 SANFTER AUFSCHWUNG ERWARTET - FRANKEN IMMER NOCH HAUPTTHEMA

Für den Verband Schweiz Tourismus ist mittlerweile ein Boden gefunden worden. Die Erholung aus Europa sei in Sichtweite, entsprechend werde für 2017 mit einem "sanften Aufschwung" gerechnet, hiess es. Erste Indizien seien beispielsweise eine Stabilisierung der Gästezahlen aus Deutschland im vergangenen Herbst. Auch mit dem bisherigen Verlauf der Wintersaison zeigt man sich nach einem schwierigen Start zufrieden. Insgesamt wird hier ein leichtes Plus erwartet.

Bei den Fernmärkten hofft der Verband auf eine Rückkehr des Wachstums aus China - hier hatte sich die schwierige Sicherheitslage in Europa nach den Terroranschlägen deutlich im Reiseverhalten niedergeschlagen. Eine viel versprechende Zielgruppe seien mittlerweile die Individualreisenden, zudem sollen die Chinesen für den Wintersport begeistert werden. Aber auch in Indien, den Golfstaaten und Südostasien wolle man punkten.

Allerdings seie der starke Franken immer noch das Hauptthema und werde den Tourismussektor wohl längerfristig beeinflussen. Die Preise seien aber zuletzt auch dank gewisser Paketangebote deutlich konkurrenzfähiger zum europäischen Ausland geworden. Zudem gebe es mit den aktuellen Wechselkursen eine gewisse Preissicherheit für die Touristen.

an/dm

(AWP)