Logiernächte in der Schweiz sinken im Juni um 3,2% - Auch im Halbjahr ein Minus

Neuenburg (awp) - Die Schweizer Hotelbetriebe haben im Juni 2016 weniger Übernachtungen verzeichnet als ein Jahr zuvor. Insgesamt lag die Zahl der Logiernächte bei 3,1 Mio, was einem Minus von 3,2% entspricht. Das schlechte Ergebnis lasse sich möglicherweise durch das schlechte und regnerische Wetter erklären, teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mit.
05.08.2016 09:45

Insgesamt gingen 1,3 Mio Übernachtungen auf das Konto inländischer Gäste, was ein Minus von 3,3% (-44'000) bedeutet. Das sei gleichzeitig unter allen Herkunftsländern der grösste Rückgang. Die ausländischen Gäste verzeichneten 1,8 Mio Logiernächte, ein Rückgang um 3,2% (-66'000).

EINBRUCH DER GÄSTEZAHL AUS CHINA

Absolut gesehen brach die Zahl der Gäste aus China mit einem Rückgang um -28'000 Einheiten (-19%) am stärksten ein. Aber auch aus den Golfstaaten (-24'000 oder -50%) oder Deutschland (-21'000 oder -6,5%) kamen deutlich weniger Urlauber in die Schweiz. Auch Indien verzeichnete ein Minus von 13'000 Gästen oder -10,2%.

Ein Plus wurde hingegen bei den Besuchern aus den USA erzielt (+18'000 oder +7,9%). Dies war der grösste absolute Anstieg. Aus der Republik Korea kamen 6'400 oder 21,4% mehr Besucher.

Von den Regionen war das Berner Oberland absolut gesehen am stärksten betroffen mit einem deutlichen Rückgang um 24'000 Logiernächte. Auch das Wallis, Graubünden und die Region Luzern/Vierwaldstättersee verbuchten deutliche Verluste. Demgegenüber legte das Genferseegebiet um 4'900 Logiernächte zu, gefolgt von der Region Bern mit einem Plus von 4'000 Einheiten.

HALBJAHR EBENFALLS EIN RÜCKGANG

Auch über das gesamte Halbjahr gesehen mussten die Hotelbetriebe einen Rückgang verkraften. Unterm Strich steht in den ersten sechs Monaten ein Minus von 1,2% auf insgesamt 16,8 Mio Logiernächte. Die ausländische Nachfrage verbuchte hierbei eine Abnahme um 2,5%, während die inländischen Gäste eine Zunahme von 0,5% generierten.

Aus Kontinentaleuropa kamen insgesamt 3,0% weniger Gäste, wobei Deutschland mit -136'000 Logiernächten die deutlichste absolute Abnahme verzeichnete. Die Nachfrage aus Grossbritannien erfuhr indes eine Zunahme um 3,3%. Aus Asien kamen 3,5% weniger Gäste, besonders stark war der Rückgang aus China (-14%). Hingegen verzeichneten die Republik Korea und die Golfstaaten einen Anstieg. Auch aus dem amerikanischen Kontinent erhöhte sich die Nachfrage.

Wie auch im Juni waren die Bergregionen besonders betroffen, in absoluten Zahlen traf es besonders Graubünden, gefolgt vom Berner Oberland. Das stärkste Wachstum verbuchte das Genferseegebiet.

dm/ys

(AWP)