Luxusgüter-Aktien im Hoch - Hoffnung auf Stabilisierung in der Uhrenbranche

Zürich (awp) - Die Aktien der Luxusgütergruppe Richemont führen am Donnerstag die Liste der Gewinner im Leitindex SMI deutlich an. Stark entwickeln sich auch die Papiere des Konkurrenten Swatch Group. Händler sprechen mit Blick auf die gute Kursentwicklung in dieser Woche von einer Gegenreaktion auf die Kurseinbussen des laufenden Jahres. Dabei lasse die am Dienstag veröffentlichte Statistik zu den Schweizer Uhrenexporten in der Branche Hoffnung für den Rest des Jahres aufkommen.
22.09.2016 13:28

Bis um 12.40 Uhr klettern Richemont um 4,0% auf 59,65 CHF und führen damit die Liste der Gewinner im SMI (+0,8%) mit Abstand an. Bereits am Dienstag waren Richemont mit einem Plus von 2,7% gut nachgefragt, ehe sie am gestrigen Mittwoch nur aufgrund des Dividendenabschlags (1,70 CHF) wieder etwas zurückfielen. Gesucht sibd auch die Papiere der Swatch Group mit einem Plus von 2,4% auf 276,10 CHF, dies nach Kursgewinnen von 3,9% am Dienstag und 0,5% am Mittwoch. Seit Jahresbeginn liegen die beiden Aktien aber immer noch mit 17% (Richemont) bzw. 21% (Swatch) in der Verlustzone.

Um von einer Trendumkehr zu sprechen, sei es wohl noch zu früh, meinte denn auch ein Händler. Vielmehr handle es sich derzeit mit Blick auf die Kursverluste im Jahresverlauf um eine technische Gegenreaktion.

Der August-Bericht zu den Schweizer Uhrenexporten habe aber Hoffnung in den Sektor zurückgebracht. Zwar gingen die Exporte von Schweizer Uhren im letzten Monat erneut deutlich zurück (nom. knapp -9%), allerdings hatten Analysten - wie bereits in den Monaten davor - mit einem Rückgang im zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Gut aufgenommen wurde vor allem das kräftige Wachstum in Festlandchina, aber auch jenes in Grossbritannien, wo Touristen vom schwachen Pfund nach dem Brexit profitierten und auf Einkaufstour gingen.

Nun spekuliere man am Markt darauf, dass sich die Exportstatistik in den kommenden Monaten stabilisieren könnte, so der Händler weiter. Grund für diese Honffnung geben den Experten die bereits schwachen Vergleichszahlen der Monate September, Oktober und November 2015. Ausserdem hoffe die Branche, dass die Nachfrage in Festlandchina weiter zunimmt.

mk/uh

(AWP)