Online-Wohnungsindex weist auf weiteren Nachfragerückgang nach Mietwohnungen hin

Im Schweizer Mietwohnungsmarkt zeichnet sich eine weitere Entspannung ab. Auf Internetplattformen war zuletzt ein Rückgang der Nachfrage feststellbar. Auch blieben die Wohnungen länger ausgeschrieben, obwohl das Angebot der inserierten Wohnungen kaum gewachsen ist.
07.06.2017 12:03

In der ganzen Schweiz wurden im Winterhalbjahr 196'187 Wohnungen auf Internetplattformen angeboten, wie dem halbjährlich vom Schweizerischen Verband der Immobilienwirtschaft SVIT Schweiz erstellten und am Mittwoch erschienenen Online-Wohnungsindex (OWI) zu entnehmen ist. Damit erhöhte sich das Angebot gegenüber dem Sommersemester geringfügig um 1,4%.

Die durchschnittliche Insertionsdauer einer Wohnung - damit ist die Zeit gemeint, während der ein Inserat aufgeschaltet ist - verlängerte sich allerdings auf 37 von 32 Tage. Der Rückgang der Nettozuwanderung habe sich auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar gemacht und zu einer rückläufigen Nachfrage geführt, heisst es in der Mitteilung.

Auch in acht von zwölf untersuchten Städten verlängerte sich die Insertionsdauer von Mietwohnungen deutlich. Nur in Chur und Lugano wurden kürzere Insertionszeiten verzeichnet. Allerdings habe in diesen Städten schon länger ein Überangebot geherrscht, heisst es weiter.

WOHNUNGEN IN ZÜRICH GEHEN AM SCHNELLSTEN WEG

Am schnellsten konnten Wohnungen in Zürich (21 Tage) und Bern (22 Tage) vermietet werden. Die längsten Insertionszeiten wurden in Lugano (42 Tage), St. Gallen (41 Tage) und Chur (39 Tage) verzeichnet.

Die Vermietung von kleinen, günstigen Wohnungen war gemäss dem SVIT-Index auch im Winterhalbjahr einfach. Sie wurden stark nachgefragt, und die Insertionszeiten lagen teilweise deutlich unter dem Durchschnitt. Jedoch ist in vielen Städten auch in diesem Segment eine abnehmende Nachfrage feststellbar.

sig/cp

(AWP)