Opec erhöht Nachfrageprognose für 2017 und 2018

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) rechnet wegen einer stärkeren Weltwirtschaft mit einer höheren Nachfrage nach Rohöl. Das Ölkartell setzte daher die Nachfrageprognose für das laufende und das kommende Jahr nach oben, wie aus dem am Mittwoch in Wien veröffentlichten Monatsbericht hervorgeht. Ausserdem seien die Ölreserven in den entwickelten Volkswirtschaften der Welt zuletzt gesunken.
11.10.2017 14:44

Wie aus dem Oktober-Bericht des Ölkartells hervorgeht, rechnet die Opec in diesem Jahr mit einer weltweiten Nachfrage nach Rohöl von 96,80 Millionen Barrel pro Tag. Das sind 30 000 Barrel mehr pro Tag als noch im September erwartet worden war. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Nachfrageprognose für 2018. Hier geht die Opec laut der aktuellen Prognose von einer globalen Nachfrage von täglich 98,19 Millionen Barrel aus, nach zuletzt prognostizierten 98,12 Millionen Barrel pro Tag.

Nach Einschätzung der Opec zeigt sich das Anziehen der Weltwirtschaft auch in einem Rückgang der Ölreserven. Die Experten des Ölkartells gehen laut dem Monatsbericht davon aus, dass die Lagerbestände in den Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im August um 24,7 Millionen Barrel auf 2,996 Milliarden Barrel gesunken sind. Trotz des Rückgangs liegen die Ölreserven in den Industriestaaten laut Opec aber immer noch über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Auch nach einer von der Opec und anderen wichtigen Förderländern beschlossenen Begrenzung der Fördermenge, wurde in den Mitgliedsstaaten des Kartells zuletzt mehr Öl zu Tage gefördert. Das hat damit zu tun, dass einige Opec-Länder wie zum Beispiel Libyen von der Förderkürzung ausgeschlossen sind. Die Informationen zu den Fördermengen stammen von führenden Nachrichtenagenturen. Demnach hat die Opec im September 32,75 Millionen Barrel Rohöl pro Tag gefördert. Das sind täglich 88 500 Barrel mehr als im Monat zuvor.

Zuletzt hatten sich die Ölpreise vergleichsweise stabil gehalten. Am Mittwochmittag kostete ein Fass der Nordseesorte Brent 56,46 Dollar und ein Fass US-Öl 50,90 Dollar./jkr/tos/jha/

(AWP)