Opec-Treffen im Zeichen einer möglichen Verlängerung des Förderlimits

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) will ihr bestehendes Förderlimit nach Aussage mehrere Ölminister wahrscheinlich um neun Monate bis zum März 2018 verlängern. "Wir werden alles Nötige machen, um den Markt zu stabilisieren", sagte Saudi-Arabiens Energieminister Khalid Al-Falih am Donnerstag zu Beginn des Opec-Treffens in Wien.
25.05.2017 11:12

Die Ölminister der 13 Staaten des Ölkartells kamen dort zu ihrer traditionellen halbjährlichen Konferenz zusammen. "Wir haben erst über sechs Monate diskutiert, fühlen uns aber mit neun Monaten komfortabler", meinte der Ölminister Katars, Mohammed Bin Saleh Al-Sada. Während viele Minister die zunehmende Schieferöl-Produktion im konkurrierenden Förderland USA nicht überbewerten wollten, sprach der Ölminister Venezuelas, Nelson Martínez, von einer "Bedrohung".

KEIN NACHHALTIGER PREISANSTIEG ERWARTET

Die Opec und rund ein Dutzend Nicht-Opec-Länder haben seit Januar ihre Produktion um 1,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) gekürzt, um einen höheren Ölpreis am Markt durchzusetzen. Die Menge entspricht etwa zwei Prozent der täglichen Weltproduktion. An den Beratungen nehmen zeitweise auch Nicht-Mitglieder wie Russland teil.

Der Ölpreis ist durch die Produktionskürzung bei rund 50 Dollar pro Fass stabilisiert worden. Zu einer deutlichen Verteuerung des Öls ist es entgegen der Hoffnung der Förderländer aber bisher nicht gekommen. Auch bei einer Fortsetzung des Produktionslimits wird sich der Preis nach Einschätzung von Analysten nicht nachhaltig verändern./mrd/saw/al/DP/jsl

(AWP)