In Österreich zieht mit der Konjunktur auch die Teuerung an

Österreichs Wirtschaftskraft wächst langsam, aber stetig - und laut österreichischen Wirtschaftsforschern auch nachhaltig. Mit dem Aufschwung steigen die Preise, und zwar deutlich stärker als in der EU.
08.03.2017 09:23

"Die österreichische Volkswirtschaft befindet sich in einer soliden Aufschwungphase. Ihre Hauptstütze ist bisher die lebhafte Binnennachfrage", so das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) legte im 4. Quartal 2016 um 0,5 Prozent zu. Der Konsum der privaten Haushalte sei im 4. Quartal 2016 kräftig gestiegen und die öffentlichen Konsumausgaben seien ebenfalls ausgeweitet worden, teilten die Wirtschaftsforscher am Mittwoch mit.

Auf der Angebotsseite gewann zuletzt vor allem die Industrie wieder an Schwung. Nach der Schwächephase Mitte 2016 habe sich das Wachstum bei der Produktion von Sachgütern merklich beschleunigt. Ebenso haben die Dienstleistungen das Wirtschaftswachstum unterstützt, so das Wifo.

Im europäischen Vergleich lag die Teuerung mit 2,1 Prozent in Österreich deutlich über dem Durchschnitt des Euro-Raumes mit einem Plus von 1,8 Prozent. Auch in Deutschland lag die Inflation bei tieferen 1,9 Prozent.

In der EU wuchs das BIP im 4. Quartal 2016 mit plus 0,5 Prozent anhaltend robust, rechnet das Wifo vor. Unter den fünf grössten Volkswirtschaften wiesen Spanien und Grossbritannien das kräftigste Wachstum aus.

Das Wachstum der Weltwirtschaft, gemessen an den G-20-Ländern, dürfte im 4. Quartal 2016 etwas geringer ausgefallen sein als im Vorquartal, vor allem weil sich das US-Wachstum verlangsamte.

(AWP)