PMI Schweiz sinkt im Dezember auf 56,0 Punkte - Hoher Auftragsbestand

Zürich (awp) - Der Schweizer Einkaufsmanager-Index ist im Dezember leicht gesunken. Der sogenannte Purchasing Manager's Index (PMI, saisonbereinigt) nahm um 0,6 auf 56,0 Punkte ab. Gleichwohl notiert der Index, der als wichtiger und verlässlicher Frühindikator gilt, weiterhin klar in der Wachstumszone (von über 50 Punkten). Er habe somit 2016 in jedem Monat oberhalb dieser Schwelle gestanden, betont die Credit Suisse, die den Index zusammen mit procure.ch errechnet, am Dienstag in einer Mitteilung.
03.01.2017 10:00

Die Dezember-Zahl liegt am oberen Rand der Prognosen: Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat einen Wert zwischen 54,2 und 56,0 Punkten vorhergesagt.

Bei den einzelnen Subkomponenten des Indexes weist der Auftragsbestand (+1,1 auf 60,3 Punkte) den höchsten Wert auf. Derart volle Auftragsbücher seien - abgesehen von kurzen Episoden um die Jahreswende 2013/14 - nur in Boomzeiten der Industrie erreicht worden, heisst es dazu. Diese gute Auftragslage lasse weitere Produktionssteigerungen in der Zukunft erwarten.

Die Subkomponente Produktion kam im Dezember bei 58,9 Punkten zu liegen und damit den fünfzehnten Monat in Folge oberhalb der Wachstumsschwelle. Auch die länger werdenden Lieferfristen sowie der Abbau der Vorprodukte- und Verkaufslager trotz gesteigerter Einkaufsmenge und Produktion deuteten auf eine "solide Auslastung der Kapazitäten" hin.

Einziger Wermutstropfen sei die Subkomponente "Beschäftigung", die mit 49,6 Zählern knapp unterhalb der Wachstumsschwelle notiert. Damit verdichte sich die These, dass die Erholung der Industrie nur zu einer Stabilisierung der Arbeitsmarktlage führe, schreiben die Autoren. Ein breiter Personalaufbau in der Industrie sei hingegen nicht in Sicht.

Ähnlich wie der Industrie-PMI entwickelte sich der PMI für den Dienstleistungsbereich. Er verlor gegenüber dem Vormonat ebenfalls etwas an Terrain, blieb mit 61,5 Zählern aber auch klar oberhalb der Wachstumsschwelle.

rw/cp

(AWP)