PMI Schweiz sinkt im Januar auf 54,6 Punkte - Dezember-Wert revidiert

Der Schweizer Einkaufsmanager-Index ist im Januar gesunken. Der sogenannte Purchasing Manager's Index (PMI, saisonbereinigt) nahm um 1,6 auf 54,6 Punkte ab. Der Dezember-Wert wurde dabei auf 56,2 von 56,0 Zähler revidiert. Gleichwohl notiert der Index, der als wichtiger und verlässlicher Frühindikator gilt, weiterhin klar in der Wachstumszone (von über 50 Punkten).
01.02.2017 10:00

Die solide Produktion, volle Auftragsbücher und bedarfsgerechte Lagerbestände bilden die Grundlage für den verheissungsvollen Jahresstart, urteilt die Credit Suisse, die den Index zusammen mit procure.ch errechnet, am Mittwoch in einer Mitteilung.

Der Januar-Wert liegt aber unter den Prognosen: Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat einen Wert zwischen 55,5 und 56,2 Punkten vorhergesagt.

Bei den einzelnen Subkomponenten des Indexes lag die Produktion (-2,9 auf 57,0 Zähler) den 16. Monat in Folge in der Wachstumszone. Der Auftragsbestand (-5,2 auf 55,2 Punkte) weise derweil auf weiterhin volle Auftragsbücher hin.

Ein Wermutstropfen bleibe aber die Arbeitsmarktlage, die sich nur langsam entspanne. Zwar sei die Subkomponente "Beschäftigung" mit +2,6 auf 52,0 Punkte wieder über die Wachstumsschwelle geklettert, sie liege aber nur sehr knapp darüber. Immerhin sei der Anteil der Unternehmen, die Personal aufbauen, mit 20% so hoch wie noch nie in den vergangenen fünf Jahren. Aber immer noch würden 18% der Unternehmen Personal abbauen.

Ausserdem werde zunehmend der Preisdruck spürbar: Die Subkomponente "Einkaufspreise" kletterte um 4,6 auf 65,9 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit März 2011. Offensichtlich sind die Zeiten günstigerer Einkaufspreise dank der Frankenaufwertung vorbei und die höheren Erdöl- und Weltmarktpreise machen sich auch hierzulande preistreibend bemerkbar, urteilen die Studienautoren.

Ähnlich wie der Industrie-PMI entwickelte sich der PMI für den Dienstleistungsbereich. Er verlor gegenüber dem Vormonat ebenfalls etwas an Terrain, blieb mit 56,6 Zählern aber auch klar oberhalb der Wachstumsschwelle.

ra/ys

(AWP)