PMI Schweiz sinkt im Mai um 1,8 auf 55,6 Punkte

Die Schweizer Einkaufsmanager sind im letzten Monat erneut etwas zurückhaltender geworden, bleiben aber insgesamt optimistisch: Der sogenannte Purchasing Manager's Index (PMI, saisonbereinigt) sank im Mai gegenüber dem Vormonat um 1,8 auf 55,6 Zähler. Schon im Vormonat hatte der wichtige Frühindikator leicht nachgegeben.
01.06.2017 10:00

Der neuste Wert liegt auch unter den Prognosen: Von AWP befragte Ökonomen hatten einen Wert zwischen 56,8 und 57,8 Punkten vorhergesagt.

Der PMI notiert gleichwohl klar in der Wachstumszone von über 50 Punkten und auch über seinem langjährigen Durchschnitt von 53,7 Punkten, schreibt die Credit Suisse, die den Index zusammen mit procure.ch errechnet, in einer Mitteilung vom Donnerstag. Der PMI hatte bekanntlich im März den höchsten Stand seit Februar 2011 erreicht.

Der Indexrückgang ist laut den Angaben auf den Rückgang zweier Subkomponenten zurückzuführen. So rutschte die Subkomponente "Produktion" um 5,6 auf 53,5 Punkte. Diese PMI-Komponente schwanke von Monat zu Monat stark und habe jüngst Werte wie sonst nur zu Boomzeiten erreicht, heisst es dazu. "Die Abwärtsbewegung sollte daher nicht überinterpretiert werden", betonen die CS-Ökonomen.

Die Subkomponente "Beschäftigung" gab laut den Angaben ebenfalls deutlich nach, blieb aber oberhalb der Wachstumsschwelle. Positiv sei, dass nach wie vor Personal aufgebaut werde, doch scheine die Dynamik weiterhin nur flau zu sein, heisst es dazu.

"Durchwegs erfreulich" sei hingegen der erneute Anstieg des Auftragsbestands, was eine rege Produktion in Zukunft erwarten lasse. Ebenfalls positiv zu werten sei der neuerliche Abbau der Lagerbestände trotz höherer Produktion und grösserer Einkaufsmenge. "Die Erholung der Industrie dürfte demnach noch einen Weile andauern", lautet das Fazit.

Wie der Industrie-PMI konnte auch der PMI für den Dienstleistungsbereich den Vormonatsstand nicht ganz halten. Bereinigt um Saisoneinflüsse erreichte er einen Wert von 57,7 nach 62,6 Zählern. Er bewegt sich somit aber ebenfalls weiterhin klar oberhalb der Wachstumsschwelle.

rw/ra

(AWP)