Purchasing Manager's Index - PMI Schweiz steigt auf höchsten Stand seit April 2011

Der Schweizer Einkaufsmanager-Index ist im Februar deutlich angestiegen. Der PMI liegt damit auf dem höchsten Stand seit April 2011.
01.03.2017 10:05
In der Schweiz läufts in der Industrie rund (im Bild Oerlikon-Produkte aus dem Bereich Drive Systems).
In der Schweiz läufts in der Industrie rund (im Bild Oerlikon-Produkte aus dem Bereich Drive Systems).
Bild: ZVG

Der sogenannte Purchasing Manager's Index (PMI, saisonbereinigt) nahm um 3,2 auf 57,8 Punkte zu, wobei der Januar-Wert mit den ursprünglich gemeldeten 54,6 Zählern bestätigt wird. Der Index, der als wichtiger und verlässlicher Frühindikator gilt, notiert damit weiterhin klar in der Wachstumszone von über 50 Punkten.

Dies seien positive Aussichten für die Industrie, schreibt die Credit Suisse, die den Index zusammen mit procure.ch errechnet, in der Mitteilung vom Mittwoch weiter. Der Februar-Wert übertrifft auch die Prognosen ziemlich deutlich: Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat einen Wert zwischen 54,8 und 55,5 Punkten vorhergesagt.

Ein erfreuliches Bild zeigt sich in allen Subkomponenten des PMI. So konnte beispielsweise die Produktion deutlich gesteigert werden, wobei die entsprechende Subkomponente um 2,9 Punkte auf den Stand von 59,9 Zählern zulegen konnte.

Überraschend grosse Nachfrage

Die gleichzeitige Abnahme der Lagerbestände an Vorprodukten (Lager Einkauf: -0,4 auf 46,8 Zähler) und die Zunahme der Lieferfristen (+4,7 auf 62,5 Zähler) liessen zudem darauf schliessen, dass die Nachfrage überraschend hoch ausgefallen sei, heisst es weiter. Entsprechend wurde die Einkaufsmenge im PMI um 6,9 auf 56,6 Zähler erhöht. Dies sei erreicht worden, obwohl die Preise weiter ansteigen. Der Indexwert der Subkomponente ist allerdings tiefer, liegt aber immer noch deutlich über der Wachstumsschwelle (Einkaufspreise: -1,8 auf 64,1 Punkte).

Die abermals höheren Auftragsbestände lassen laut Mitteilung der CS künftig Produktionssteigerungen erwarten. Die entsprechende Subkomponente notiere mit 58,1 Punkten (+3,0 Zähler) auf einem überdurchschnittlich hohen Wert. Zudem habe sich die Arbeitsmarktlage markant verbessert, was an der Zunahme um 4,9 auf 56,9 Zähler in der Komponente Beschäftigung zu erkennen ist.

Wie der Industrie-PMI klettert auch der PMI für den Dienstleistungsbereich in die Höhe. Bereinigt um Saisoneinflüsse erreichte der Dienstleistungs-PMI einen Wert von 62,6 Zählern, was dem höchsten Wert seit Januar 2014, als die Zeitreihe zum ersten Mal erhoben worden ist, entspricht. Er bewegt sich somit klar oberhalb der Wachstumsschwelle.

(AWP)