Positive Wirtschaftsentwicklung treibt Schweizer Logistikmarkt an

Der Schweizer Logistikmarkt dürfte in diesem Jahr fast im Gleichschritt mit der heimischen Wirtschaft wachsen. Der Verein GS1 Switzerland und die Universität St. Gallen schätzen das Plus des Logistikmarkts im laufenden Jahr nach ersten Berechnungen auf 1,7 Prozent.
13.09.2018 15:15

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte nach Schätzungen des Bundes um 1,9 Prozent zulegen. Weil in der EU und in Deutschland die Wirtschaft sogar noch ein etwas höheres Tempo anschlagen könnte, rechnen GS1 und das HSG-Institut für Supply Chain Management mit einer Zunahme der grenzüberschreitenden Transporte.

Ferner profitierten auch die exportorientierten Sektoren der Wirtschaft seit 2017 von der Aufwertung des Euros gegenüber dem Franken und fragten mehr logistikbezogene Leistungen nach, hiess es in einer Mitteilung vom Freitag. Der Logistikgesamtmarkt würde damit auf rund 39,7 Milliarden Franken wachsen.

Im letzten Jahr hat der Logistikmarkt laut der Mitteilung um 1,6 Prozent auf 39,1 Milliarden Franken zugelegt und damit die Entwicklung des BIP im selben Zeitraum um 0,2 Prozent überstiegen. Durch das allgemeine Wirtschaftswachstum sei nicht nur die allgemeine Konsumnachfrage angestiegen, sondern auch die Preise für Energieträger, hiess es im Communiqué zur Begründung.

Der Fahrzeugbestand kletterte um 2,7 Prozent. Dagegen nahm die transportierte Tonnage über alle Verkehrsträger hinweg um 4 Prozent ab. Dies erklären sich GS1 und das HSG-Institut mit der Verschiebung zum Onlinehandel, die dazu führe, dass die transportierten Güter tendenziell höherwertiger und leichter würden. Zudem wirke sich auch die allmähliche Abflachung des allgemeinen Baubooms stark auf die Transport-Tonnage ab.

Im Schweizer Logistikmarkt arbeiten rund 182'700 Erwerbstätige. Zu den fünf grössten Logistikdienstleistern der Schweiz gehören die PostMail AG, die Post Logistics AG, die SBB Cargo AG, die Planzer Cargo AG und die Bertschi AG.

tt/cf

(AWP)