Preisschere bei Wohneigentum geht auseinander - Mieten steigen

Die Preise für Wohneigentum haben sich in der Schweiz im Februar gegenläufig entwickelt. Während die Angebotspreise für Einfamilienhäuser um 0,7% erneut zurückgingen, verteuerten sich Eigentumswohnungen im Monatsverlauf im Durchschnitt um 0,3%, wie dem von Immoscout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI erhobenen Swiss Real Estate Offer Index am Freitag abzulesen ist.
03.03.2017 09:11

Der Preisrückgang im Segment Einfamilienhäuser könnte in der Absage der Regulatoren bezüglich einer grosszügigeren Handhabung der Tragbarkeitsberechnung begründet sein, heisst es in der Mitteilung von Immoscout24. Basierend auf den in absoluten Zahlen gesehenen, niedrigeren Einstandspreisen spreche dies zugleich für den weiteren Anstieg bei den Angebotspreisen für Eigentumswohnungen.

Ende 2016 hatte die Raiffeisenbank angeregt, den kalkulatorischen Zinssatz bei der Kreditvergabe senken zu wollen, um die Finanzierung von Wohneigentum zu erleichtern. Die Finma hatte diesem Vorhaben einen Riegel geschoben.

Der Preisanstieg bei den Eigentumswohnungen gleicht den noch im Januar notierten Rückgang nahezu wieder aus. Damit verharrt der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter Nettowohnfläche in diesem Immobiliensegment seit April 2016 knapp unter 7'200 CHF.

MIETPREISE GESTIEGEN

Die Mieter mussten im Februar tiefer die Tasche greifen: Schweizweit zogen die Preise um 1,3% an. Dabei handle es sich um eine saisonale Schwankung zurück. Langfristig sei weiterhin von einem rückläufigen Trend bei den Angebotsmieten auszugehen, heisst es.

Konkret verteuerten sich die Mietpreise mit Ausnahme der Ostschweiz und Zentralschweiz (je -0,8%) in allen Grossregionen. Nahe an der Nulllinie notieren das Espace Mittelland und die Grossregion Zürich (je +0,1%).

STARKER PREISANSTIEG BEI EIGENTUMSWOHUNGEN AUF JAHRESBASIS

Auf Jahresbasis (im Vergleich zu Februar 2016) zeigt sich ein relativ starker Preisanstieg bei den Eigentumswohnungen von 3,7%. Relativ stabil war die Preisentwicklung bei den Einfamilienhäusern (+0,6%) und den Mieten (-0,2%).

cp/uh

(AWP)