Privatbanken laut Studie weiterhin unter Druck

Trotz Konsolidierung bei den Schweizer Privatbanken sind ihre verwalteten Vermögen in den vergangenen Jahren gewachsen. Doch wirklich profitiert haben nur einzelne Institute.
16.08.2017 12:20

Die Zahl der Privatbanken ging im Zehnjahresvergleich um 30% zurück von 186 auf 130. Von den geschlossenen Instituten waren 39 ausländisch beherrschten Instituten zuzurechnen. Doch trotz des Schrumpfkurses in der Privatbanken-Branche sind die verwalteten Vermögen (Assets under Management) gewachsen.

Das Beratungsunternehmen zeb beziffert das Wachstum in den letzten fünf Jahren in einer Studie zum Private Banking auf rund 3,2% jährlich. Doch nur wenige Institute hätten überproportional profitieren können, heisst es.

Beim untersuchten Bankensample von 24 Instituten seien 70% der gesteigerten Kundenvermögen auf Zukäufe zurückzuführen. Das eigentliche Netto-Neugeld, also die reine Vertriebsleistung der Banken, sei vergleichsweise gering ausgefallen.

Zudem stehen die Margen unter Druck. Die Autoren der Studie kommen zum Schluss, dass die Privatbanken trotz guten wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf zerbrechlicher Basis stehen. Ohne Gegenmassnahmen werde sich die Konsolidierung fortsetzen. Gefordert seien darum in erster Linie die Banken selbst. Diese könnten in der Digitalisierung und mit Innovation die Voraussetzungen schaffen, um zu bestehen.

(AWP)