Richtzinsen zehnjähriger Festhypotheken bleiben auf tiefem Niveau

(Ergänzt um Moneypark-Statement) - In der Schweiz bleiben die Richtzinsen zehnjähriger Festhypotheken auf rekordtiefem Niveau. Gemäss dem Hypothekenbarometer von Comparis sind im dritten Quartal sogar erstmals kurzzeitig unter die 1-Prozent-Marke gerutscht. Diverse Anzeichen deuteten nun aber auf eine Bodenbildung bei den Hypothekarzinsen hin.
03.10.2019 10:00

Erreicht worden seien die Tiefstwerte im August, teilte der Vergleichsdienst Comparis am Donnerstag mit. Per Ende September 2019 kostete eine 10-jährige Festhypothek im Schnitt dann wieder 1,05 Prozent. Das seien aber trotzdem noch 5 Basispunkte weniger als Ende Juni 2019.

Die Richtzinsen fünfjähriger Hypotheken hätten sich derweil im Vergleich zum Vorquartal von 0,95 auf 0,91 Prozent reduziert, heisst es bei Comparis. Zweijährige Hypotheken lägen mit 0,87 Prozent hingegen nur minimal unter dem Stand von vor drei Monaten.

"Diverse Anzeichen deuten nun auf eine Bodenbildung bei den Hypothekarzinsen hin", wurde Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp in der Meldung zitiert. Dafür sprächen beispielsweise die Swap-Sätze. So habe der zehnjährige Swap-Satz Mitte August mit -0,7 Prozent ein Rekordtief markiert und liege mit -0,4 Prozent per Ende September immer noch deutlich unter den Werten des Vorquartals.

Moneypark stellt in diesem Zusammenhang eine weitere Entkoppelung der Hypozinsen von den Swap-Sätzen in der jüngsten Zeit fest. Auch der Hypothekenvermittler geht davon aus, dass die Hypothekarzinsen tendenziell auf dem aktuellen Niveau stagnieren, so lange kein Anbieter die Konkurrenz stark unterbiete.

Der Begriff Swap-Satz wird im Zusammenhang mit Hypotheken oft verwendet. Er beschreibt die Kreditabsicherungskosten, zu denen sich Banken gegenseitig Geld leihen.

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(AWP)